Adel der Altmark

Die Altmark ist heute der nördliche Teil Sachsen-Anhalts. Sie umfasst die beiden Landkreise Altmarkkreis Salzwedel und Stendal. Diese Landschaft ist von größter historischer Bedeutung für die Entwicklung des Deutschen Reiches im Mittelalter. Von hier aus startete die feudale Ostexpansion, die zur Schaffung der Mark Brandenburg und damit des späteren Preußens führte. Die Namen der Markgrafen Albrecht der Bär und Gero seien hier stellvertretend genannt.

Die damalige Nordmark war durch ihre Mischbevölkerung aus Deutschen und Wenden (Slaven) gekennzeichnet. Die Elbe bildete die natürliche Grenze zu den rein slavisch besiedelten Gebieten. Auf Grund der ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen (Einfall der Rhedarier in die Altmark 929, Wenden- aufstand 983) sicherten die Kaiser die damalige Nordmark durch Burgen und setzte einen Markrgrafen ein (als ersten Dietrich 955-983). Die zur Besatzung dieser Burgen notwendigen Burgmannen wurden zur Keimzelle des altmärkischen Adels. Aus heraldischer Sicht sind diese Uradelsgeschlechter an ihren Wappenbildern leicht zu erkennen und damit auch verwandtschaftliche Beziehungen nachzuweisen, so führten z.B. die Salz- wedeler Burgmannengeschlechter einen Adlerfuß im Wappen (v.d. Schulenburg, v.Jeetze, von dem Knesebeck...).

Reste der markgräflichen Burg Salz wedel, die 1112 vergeblich von Kaiser Heinrich V. belagert wurde. Nach der gütlchen Einigung wurde Markgraf Rudolf wieder in seine Ämter einge- setzt und der Kaiser verbrachte einige Zeit in den Mauern der Stadt. Diese Begebenheit ist die erste Erwähnung Salzwedels in der Geschichte.
Eine zeitlang war die Burg Salzwedel Haupt- wohnsitz der Margrafen von Brandenburg.

Weitere Wappengemeinschaften waren die mit den drei Mützen, die mit dem Einhorn, die mit der Spitzenteilung, die mit dem Rade, die mit dem Wolf und der Garbe u.s.w. Bedingt durch das Abhängig- keitsverhältnis dieser Ministerialen zu den Markgrafen findet man die altmärkischen Uradelsgeschlechter bald in allen Provinzen der Mark Brandenburg wieder

In dieser Arbeit wurden vor allem die Bände des Siebmacher, Preussischer Adel, 1856, ausgewertet. Die sw-Zeichnungen wurden von mir farbig neu bearbeitet. Die Wappenbilder sind mit Links zu größeren Abbildungen und weiteren Informationen zur entsprechenden Familie versehen. Über den Namensindex gelangt man direkt zur entsprechenden Familie

Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht erhoben werden, da weitere Quellen erschlossen und ausgewertet werden müssen. Die überarbeitete Webseite unterscheidet sich nicht nur durch ein anderes Layout von der vorigen, auch die unsägliche Trennung von lebenden und abgestorbenen Geschlechtern wurde aufgehoben, da sie nur zur Verwirrung führte. Es wurde zudem eine Übersicht der markanntesten Schlösser und Güter und deren Besitzer aufgenommen.

Für alle ergänzenden Hinweise und weitere Materialien bin ich sehr dankbar.

                                                                                                                     Hagen, im Februar 2008        Falko Ottenberg