Adel
der
Altmark

Schlösser
und
Gutshäuser

Burg Klötze

Leider ist von dieser einst imposanzen Burg nichts übrig geblieben. Nachdem 1804 der Turm eingefallen war, wurden 1828 auch die anderen Gebäude abgetragen.

Udo v. Alvensleben schreibt:

Ein Alvensleben, Hauptmann der Altmark und Burgvogt zu Stendal, verließ das Stammhaus Erxleben und empfing Klötze 1343 von Markgraf Ludwig, einem Wittelsbacher, als Pfandlehen. Kampf und Verteidigung der ihnen anvertrauten Neumark im Osten Brandenburgs bildeten zunächst die Aufgabe der Burgherren, doch der eigentliche Sinn der Belehnung mit Klötze bestand darin, den Schutz der märkischen Westgrenze durch ein mächtiges Geschlecht zu garantieren. Das wurde bald akut. 1355 gelang es, den Lüneburger Herzog, der sich für den berechtigten Landesherren hielt, zurückzuweisen. 1364 hingegen mußten die Alvensleben weichen, bis Kaiser Karl IV. sie 1375 wieder einsetzte.
Wie in Calvörde wurden auch die die benachbarten und vielverschwägerten Geschlechter der Schulenburg und der Alvensleben von den verfeindeten Mächten als Schwertarm gern gegeneinander ausgespielt. 1383 setzten sich die Welfen von neuem wieder in den Besitz der Herrschaft, nunmehr für Jahrhunderte. Doch diesmal wußten die Burgherren den neuen Landesherrn soweit für sich zu gewinnen, daß sie sich bis 1446 zu behaupten vermöchten. Zu ihrer Zeit umfaßte das Burggebiet 18 Ortschaften, deren größter Teil - seit 1343 dazu erworben - 1442 zur Herrschaft Gardelegen geschlagen wurde, die Kaiser Sigismund 1378 der Weißen Linie Alvensleben gleichfalls verpfändet hatte. Eineinhalb Jahrhunderte, von 1446-1593, saßen die Herren v.d. Schulenburg mit einigen Unterbrechungen als Pfandinhaber auf Klötze. 1485 gelang es den Gardelegener Alvensleben, das halbe Amt noch einemal als welfischen Pfandbesitz zurückzuerwerben, allerdings nur für zwei Jahrzehnte. Der letzte Versuch, das Schloß 1593 den Schulenburg mit Hilfe von lüneburgischen Söldnern abzugewinnen, glückte zwar als Aktion, führte aber aufgrund kaiserlichen Einschreitens nicht zum Ziel.