Adel
der
Altmark

Markgrafen
der
Nordmark

Die Markgrafen der Nordmark / Altmark
bis zum Auftreten der Askanier

955 - 983

Dietrich von Haldensleben

Erster Markgraf, ständiger Kampf mit den wendischen Rhedariern, reizte diese durch seinen Übermut und seine Härte zu einem Aufstand im Juni 983, dadurch Zerstörung der Domkirchen Havelberg und Brandenburg, nach Übersetzen über die Elbe auch alle Städte und Dörfer bis zur Tanger, dort erst entscheidender Sieg über die Wenden. Vom Kaiser seines Amtes enthoben, da er den Aufstand durch sein Verhalten provoziert hatte.

983 - 1003

Luther von Walbeck

Kaiser Otto III. hielt sich 997 in Arneburg auf, um die Stadt gegen die wiederholt unruhigen Wenden befestigen zu lassen. Bei seiner Abreise beauftragte er den Erzbischof Giselher von Magdeburg die Stadt weitere vier Wochen zu beaufsichtigen, ehe Markgraf Luther ihn ablösen sollte. Am 2. Juli erhielt der Erzbischof eine Einladung, einem Landtage der Wenden beizuwohnen. Ohne Mißtrauen machte er sich mit geringer Begleitung auf den Weg und wurde aus dem Hinterhalt überfallen. Während seine Begleiter erschlagen wurden, gelang ihm die Flucht. Sobald die vom Kaiser befohlene Zeit abgelaufen war, verließ er Arneburg, ohne auf Luther zu warten, dem er erst auf der Rückreise begegnete. Noch bevor dieser die Stadt erreichte, sah man schon von weitem Feuer, das an zwei Stellen zugleich ausgebrochen war. Markgraf Luther gelang es nicht, die Stadt gegen die eindringenden Wenden zu verteidigen. Sie mußte aufgegeben werden.

1003 - 1009

Werner

Luther starb im Januar 1003. Seine Witwe verschaffte ihrem einzigen Sohn Werner oder Wernizo sämtliche Reichslehen seines Vaters, in dem sie König Heinrich II. 200 Pfund Silber zahlte. Hierunter sind Ämterlehen gemeint, so die Markgrafschaft und zwei Grafschaften. Den Wieder aufbau des zerstörten Arneburg und die Klärung der Besitzverhältnisse an der Stadt (Ziazo, ein Geistlicher, Sohn des Grafen Bruno von Arneburg, des Stifters des Klosters Arneburg, hatte sich die Hälfte der Stadt und der Ländereien angeeignet, die andere Hälfte ein Graf Unno) wurde von König Heinrich II. selbst erledigt. Daraufhin wurde die gesamte Stadt dem Erzbistum Magdeburg geschenkt.
Werner besaß mit seinen Vettern die Stadt Wolmierstedt gemeinschaftlich. Im Jahre 1009 wurde die Stadt von einem Grafen Dedo niedergebrannt und verwüstet. Beim Dorf Mose lauerte Werner mit seinem Gefolge dem Grafen Dedo auf, der beim diesem Kampf erschlagen wurde. Um den Mord zu bestrafen, wurden Werner alle Reichslehen entzogen und seinem Nachfolger übergeben.

1009

Bernhard I. von Haldensleben

Enkel des Dietrich

 

Bernhard II. von Haldensleben

Sohn Bernerd I.
1012 verhandelte König Heinrich II. zu Arneburg mit den Wenden. Sein Nachfolger, König Konrad II. , besuchte aus dem selben Grund 1032 die Stadt Werben. Vergebens, denn in den folgenden 2 Jahren gab es mehrere verlustreiche Gefechte mit den Leuticiern. Daher ließ er 1034 in Werben ein neues Schloß erbauen, das bereits im Februar des folgenden Jahres in die Hände der Wenden fiel. Die Besatzung wurde in die Gefangenschaft fortgeführt. Die Folge war eine Allgemeine Heerfahrt der Sachsen gegen die Wenden. Das Land jenseits der Elbe wurde weit und breit verwüstet, die Wenden mit noch höheren Steuern und Abgaben belegt.

1056

Wilhelm von Haldensleben

Sohn Bernhard II.
1056 fand in der Nähe von Werben, bei dem Schloß Prizlava gegenüber von Werben am östlichen Elbufer (wahrscheinlich das 1034 neu erbaute), eine Schlacht zwischen Sachsen und Wenden statt, bei dem Markgraf Wilhelm sein Leben verlor. Wilhelm hinterließ keinen Sohn.

1056 - 1057

Udo I. von Stade

Graf Udo von Stade verstarb nur ein Jahr nach seiner Ernennung zum Markgrafen. Nachfoler wurde sein gleichnamiger Sohn.

- 1082

Udo II. von Stade

Starb im Mai 1082. Sein ältester Sohn wird Nachfolger.

1082 - 1087

Heinrich I. von Stade

Heinrich starb kinderlos im Jahr 1087.

1087 - 1106

Lütger, gen. Udo III. von Stade

 Führte schon zu Lebzeiten seines Bruders Heinrich I. den Markgrafentitel.

1106 - 1128

Heinrich II. von Stade

Da er noch minderjährig war, wurde seinem Onkel Rudolf, ein Bruder seines Vaters Udo III., auf 8 Jahre von Kaiser Heinrich V. die Markgrafschaft übertragen. 1114 trat er das Markgrafenamt an. Er starb kinderlos im Jahr 1128. Der älteste Sohn seines Onkels Rudolf, Udo, soll ihm nachgefolgt sein, wurde von König Lothar aber nie bestätigt.

1106 - 1114

Rudolf, dessen Vormund

Rudolf zog sich die Ungnade des Kaisers zu und wurde von einem Fürstengericht 1112 zu Goslar in die Acht erklärt. Die Markgrafschaft wurde an Hilprich von Plötzkau gegeben. Rudolf zog sich nach Salzwedel zurück. Die Burg wurde vergeblich von Kaiser Heinrich V. belagert, worauf es zu einem Vergleich kam und Rudolf in seine Würden und Lehen wieder eingesetzt wurde. 1114 wurde die Markgrafschaft an den nun volljährigen Heinrich I. übergeben. Rudolf nannte sich bis zu seinem Tode 1124 weiterhin Markgraf.

1130 - 1132

Konrad von Plötzkau

Wurde erst 1130 zum Markgrafen ernannt. Starb aber schon 1132 oder 33 in Italien.

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