Adel
der
Altmark

Die
Markgrafen
2.Periode

Die Markgrafen aus dem Hause Ballenstedt -
die Ascanier

Albrecht I., genannt der Bär, stammt aus dem Haus Ballenstedt, ein Bergschloß am Harz. Seine Vorfahren und Verwandten besaßen eine große Zahl zerstreuter Güter. Nach ihrer Grafschaft Aschersleben wurden sie die Ascanier genannt. Bis zum Tod Heinrichs II. 1320 bestimmte diese Familie die Geschichte der Altmark. Obwohl diese Markgrafen überregionale Bedeutung hatten, werden hier nur die für die Altmark relevanten Ereignisse beschrieben.

Albrecht I. der Bär

Sohn des Grafen von Ballenstedt Otto des Reichen, Mutter Eilika Billung von Sachsen, geb. um 1100, gest. 18.11.1170, begraben im Hauskloster Ballenstedt, seit 1125 oder 26 mit Sophie von Winzenburg, 7 Söhne, darunter Markgraf Otto I.,  und 3 Töchter.

Als einer der angesehensten sächsischen Fürsten war Albrecht Erbe eines umfang- reichen Familienbesitzes im sächsischen Schwaben- und Thüringengau, in der Alt- mark und im Wendland. Nachdem sein Schwager Heinrich von Stade 1128 kinder- los gestorben war, machte Albrecht Ansprüche auf den Markgrafentitel der Nordmark zunächst erfolglos geltend. Der Streit mit dem Stader Grafenhaus brachte Albrecht um die Gunst König Lothars, die er erst auf dem Romzug des Königs wieder erlang. Nach dem Tod des Konrad von Plötzkau wurde er 1134 mit der sächsischen Nordmark belehnt. Dies machte ihn zum mächtigen Herren über das gesamte Lutizenland von der Lausitz bis zum Unterlauf von Peene und Oder. Die sächsische Herzogswürde, ein zweites politisches Ziel, könnte ernicht erreichen, worauf er sich ab 1142 vor allem der Sicherung der ostelbischen Gebiete widmete. Die Wiederherstellung der Bistümer Havelberg und Brandenburg, verschiedene diplomatische und militärische Aktionen sowie umfangreiche Kolonisations- maßnahmen bestimmten sein Handeln. Letzteres vor allem durch planmäßige Anwerbung flämischer und holländischer Kolonisten, die Dörfer durch Rodungen neu anlegten, slawische Dörfer erweiterten, Niederungen urbar machten. Markt- siedlungen wie Stendal und Jüterbog wurden gegründet. Eng arbeitete Albrecht mit den Erzbischöfen von Magdeburg (vor allem Wiechmann) zusammen. Seit 1144 war sein Sohn Otto I. Mitregent. Die neuen ostelbischen Besitzungen waren für Albrecht von größter Bedeutung, daher nannte er sich ab 1157 Markgraf von Brandenburg. Die Nordmark verlor daher an Bedeutung für ihn.

1158 unternahm er mit seiner Frau eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Albrecht war ein erbitterter Feind des sächsischen Herzogs Heinrichs des Löwen, mit dem er sich erst kurz vor seinem Tode 1170 aussöhnte. Ihm wurde eine große Treue gegenüber den Herrschern nachgeagt. Bei den Italien- und Polenzügen sowie am Hofe wurde er eine wichtige Stütze der staufischen Reichsmacht.

Otto I.

Ältester Sohn des Markgrafen Albrecht des Bären und der Sophie von Winzenburg, geb. um 1127-1130, gest. 7.3.1184, begraben in dem von ihm 1180 gegründeten Kloster Lehnin, 1147/48 heiratet er Judith von Polen (um 1132-um1174), Tochter des Herzogs Boleslaw III.von Gesamtpolen. Kinder: Otto II. der Freigiebige (nach1147-nach1205), Heinrich, Graf von Gardelegen (-1192), Albrecht II. Graf von Arneburg (um1150-1220). 2. Ehe- frau um 1170 Adelheid von Holland, Tochter des Grafen Florenz III, (um 1160-nach 1205)

Bald nach 1157 wurde Otto von seinem Vater zum Mitregenten der Mark Brandenburg und deren Verwaltung betraut. Setzte die Siedlungstätigkeit und den Burgenbau seines Vaters fort.

Otto II. der Freigiebige

Ältester Sohn des Markgrafen Otto I. und der Judith von Polen, geb. nach 1147, gest. 4.7.1205. War wahrscheinlich nicht verheiratet, auf jeden Fall aber kinderlos.

Ottos Bruder Graf Heinrich von Gardelegen ließ zu Tangermünde die St. Stephanskirche erbauen. 1188 schuf er zu Stendal bei der St. Nicolaikirche ein Collegium von 12 Domherren unter Aufsicht eines Probstes. Führte ein religiöses, zurückgezogenes Leben und starb kinderlos 1192. In der Stendaler Domkirche beigesetzt.
Unverständlich ist, weshalb Otto gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht sämtliche Allodialgüter seines Hauses 1196 dem Erzbistum Magdeburg eigentümlich überließ, um sie nach einem Jahr und sechs Wochen als erbliches Lehen zurück zu bekommen. Vermutet wird, das die Aufhebung eines Bannes dies notwendig machte.

Albrecht II.

Sohn des Markgrafen Otto I. und der Judith von Polen, geb. um 1150, gest. 25.2.1220 (nach anderen Quellen Adelheid von Holland als Mutter, was auf Grund der Hochzeitsdaten und der Geburtsdaten ihrer Kinder wahrscheinlicher ist). 1205 heiratet er Mathilde von der Lausitz  auf der Burg Groitzsch, Tochter des Markgrafen Konrad, 2 Söhne, Markgraf Johann I. und Markgraf Otto III. der Fromme, 2 Töcher Mechthild, verh. mit Herzog Otto I. von Lüneburg, und Elisabeth, verh. mit Heinrich Raspe IV., Landgraf von Thüringen.

War bei der Gründung des Deutschen Ritterordens zur Jahreswende1197/98 in Akkon anwesend. Unterstützte Kaiser Otto IV. 1213-15, vor allem als der stauferfreundliche Erzbischof von Magdeburg den Bann gegen Otto verhängte. Gemeinsam mit Otto wurde der magdeburgische Kirchenbesitz beiderseits der Elbe verheert. Dies veranlaßte den Erzbischof wiederum, in die Altmark einzufallen und zu verwüsten.

Johann I.

Ältester Sohn von Markgraf Albrecht II. und der Mathilde von der Lausitz, geb. um 1213, gest. 1266, begraben im Kloster Chorin. Verheiratet 1230 mit Sophie von Dänemark, Tochter König Waldemar II., 6 Kinder, zweite Ehe 1255 mit Jutta von Sachsen, Tochter Herzog Albrecht I., 5 Kinder.

Bei der Übertragung der Allodialgüter an den Erzbischof von Magdeburg im Jahre 1196 wurde ein Vergleich geschlossen, nachdem der Erzbischof berechtigt war, die Vormundschaft im Falle minderjähriger Erben, sowie die Einkünfte aus den übertragenen Gütern zu übernehmen. Dieser Fall trat 1220 mit dem Tod des Markgrafen Albrecht I. ein. Um die Zukunft ihrer Söhne Johann I. und Otto III. zu sichern und um weiteren Schaden abzuwenden, kaufte die Markgräfin Mechthild 1221 zu Barleben, dem Erzbischof für 1900 Mark Silbers die Vormundschaft ab. 1225 oder 1226  übernahmen die beiden Brüder die Regierung ihrer Lande gemeinschaftlich in vorbildlicher Eintracht bis zu ihrem Tode 1266/67. Zu Pfingsten 1231 nahmen beide Brüder die Ritterwürde an. Im Dezember des gleichen Jahres erfolgte die Belehnung Johanns mit der Markgrafschaft durch Kaiser Frierich II. Für seinen Bruder zunächst nur fur den Fall des Ablebens Johanns. Beide Brüder führten mehrere Kriege, jedoch nur einen in der Altmark.
Die Brüder hatte Besitzungen des Bistums Halberstadt zu Lehen. 1236 kam dort der Bischof Ludolf an die Macht und verlangte erneut einen Lehnseid., den Johann und Otto ablehnten. Die Streitigkeiten dauerten mehrere Jahre. 1240 oder 1241 verteidigten die Brüder ihre Besitzungen in der Mittelmark gegen den Margrafen Heinrich von Meissen. Die Abwesenheit der beiden wurde von Bischof Ludolf genutzt, um gemeinsam mit dem Erzbischof von Magdeburg in die Altmark einzufallen und das Land zu verheeren. Mit wenigen Kriegsleuten eilte Johann in die Altmark und brachte kurzfristig ein Heer aus Landleuten zusammen, die mit Bogen und Keulen bewaffnet, den Feind bei Gladigau angriff und besiegte. Der Bischof von Halberstadt wurde gefangen genommen, der Erzbischof von Magdeburg floh auf die vorher eingenommene Burg Kalbe. Nach seinem Rückzug sammelte er mit Unterstützung des Markgrafen von Meissen erneut ein Heer und zerstörte die Stadt Wollmierstedt, traute sich aber nicht weiter in Richtung Altmark, da Johann zum Schutz der Altmark noch anwesend war. Erst 1245 wurde Friede geschlossen.

1258 wurde auf Drängen ihrer Erben ein Landteilung vorgenommen, um ein Zerfallen der Markgrafschaft zu verhindern, wurde nicht nach Provinzen geteilt, sondern nur nach Distrikten. Somit wurde auch die Altmark geteilt. Johann erhielt den Stendaler Kreis inkl. Osterburg, den Tangermünder Kreis, den südlich der Ohre gelegenen Holzkreis sowie den südlichen Teil des Salzwedeler Kreises.

Otto III. der Fromme

Zweiter Sohn des Markgrafen Albrecht II. Geboren 1215, gestorben 9.10.1267 in Brandenburg, begraben im Kloster Strausberg. Verheiratet seit 1243 mit Beatrix von Böhmen, Tochter des Königs Wenzel I. (Erbin von Bautzen-Oberlausitz). 6 Kinder (darunter Johann III. der Prager, Otto V. der Lange. Otto VI. der Kleine, Albrecht III.

Untrennbar ist sein Handeln mit seinem Bruder Johann I. verbunden. Verhinderte eine Aufspaltung der Mark Brandenburg in zwei Fürstentümer durch geschickte, verzahnte Landesteilung. Förderte die Expansionsbestrebungen des Deutschen Ordensnahm sogar als Taufpate bei einer Massenbekeh- rung teil, war durch die Böhmische Verwandtschaft in deren Ungarnkriege eingebunden. Nach dem Tod König Wilhelms 1256 wurde Otto von einigen Fürsten für die deutsche Königswürde vorgeschlagen, er zog die Kandidatur aber wieder zurück.

Begründer der Jüngeren brandenburgisch-askanischen Linie zu Salzwedel.

Siegel der Brüder Johann I. und Otto III.

Johann II.

Sohn vom Markgraf Johann I. , gest. 10.9.1281, verheiratet mit Hedwig von Mecklenburg-Werle, ein Sohn Johann, Bischof von Havelberg

Konrad

Sohn des Markgrafen Johann I. und der Sophie von Dänemark. 1260 Heirat der Constantia von Polen, Tochter Premislaw I. Kinder: Johann IV., Otto VII. der Templer, Waldemar, Konrad II. Deutsch-Ordensritter

Seit 1266 Mitregent der Brüder, trat nicht sonderlich hervor.

Otto IV. mit dem Pfeil

2. Sohn des Markgrafen Johann I. mit der Sophia von Dänemark. Geboren um 1238, gest. 1308, im Kloster Chorin beigesetzt. Verheiratet 1. 1262 Heilwig von Schauenburg, Tochter des Grafen Johann I.  von Holstein-Kiel, 2. 1308 Jutta von Henneberg, Tochter des Grafen Berthold. V. zu Schleusingen.

Nach dem Tod des Vaters 1266 folgte Otto IV. mit seinen Brüdern in der Führung der Markgrafschaft. “Von stattlicher Figur, kühn und kämpferisch” war er der eigentlich Regierende. Nach dem Tod seines ältesten Bruders 1281 Reichserzkämmerer. Zu seiner Zeit ist der größte Machtzuwachs und dier größte territoriale Ausdehnung Brandenburgs zu verzeichnen. Nahm 1292, 1298 und 1308 an den Königswahlen teil. Er war der erste brandenburgische Kurfürst. Lag mit dem Erzbischof von Magdeburg und anderen Kichenfürsten in ständiger Fehde, weshalb er zeitweilig exkommuniziert wurde. In einer dieser Fehden wurde er 1280 bei Staßfurt von einem Pfeil getroffen, der erst nach Jahren entfernt werden konnte. Daher sein Beiname. Die Fehden konnter erst beendet werden, als sein Bruder Erich 1283 in Magdeburg Erzbischof wurde.  Bedeutsam für die Altmark war die von ihm initiierte Veränderung des Steuersystems. Für besondere Ausgaben wie Burgenbau, Kriege, Hochzeiten der Fürstensöhne, Auslösung der Mitglieder der Herrscherfamilie aus Gefangenschaft u.s.w. wurde eine Beede erhoben, d.h. der Markgraf mußte seine Untertanen um diese Sonderausgabe “bitten” (daher Beede). Mit dem personellen Zuwachs und der Expansionspolitik mit vielen Kriegen nahm die Belastung der Bevölkerung derart zu, daß diese die notwendigen Mittel nicht mehr aufbringen konnte. 1280-1282 wurde mit den Städten und Kreisen eine feste Beede vereinbart. Die nun regelmäßigen Einkünfte erlaubten eine flexiblere Politik der Markgrafen.
Otto IV. mit dem Pfeil war einer der letzten Minnesänger des Mittelalters.

Johann III. der Prager

Ältester Sohn des Markgrafen Otto III. des Frommen und der Beatrix von Böhmen. Geboren 6.4.1244, gestorben nach 8.4.1268.

Gemäß der Landesteilung fiel ihm und seinen Brüdern in der Altmark der nördliche Teil des Salzwedeler Kreises, der Arendseer, der Seehausener und der Arneburger Kreis zu. War nicht verheiratet und starb nach Ostern 1268 zu Merseburg an den Folgen einer Verwundung, die er sich bei einem Turnier zugezogen hatte.

Otto V. der Lange

Zweiter Sohn des Markgrafen Otto III. des Frommen und der Beatrix von Böhmen. Geboren um 1246, gestorben 23.7.1298. Vermählt 22.10.1268 mit Jutta von Henneberg, Tochter des Grafen Hermann I., Erbin von Coburg, Schmalkalden und Hildburghausen. Insgesamt 6 Kinder.

Zunächst führte er nach dem Tod seines Bruders Johann III. die Regierung allein, nach deren Volljährigkeit aber gemeinsam mit seinen jüngeren Brüdern. Albrecht III. zeigte sich von 1272 bis 1283/84 als Mitregent, ließ sich aber anteilen und erhielt besondere Besitzungen außerhalb der Altmark. Otto VI. der Kleine nahm von 1280-86 an der Regierung teil, verließ aber, nachdem seine Frau kinderlos gestorben war, den weltlichen Stand, wurde Tempelherr und danach Mönch im Kloster Lehnin. Daher war Otto der V. mehr als zehn Jahre alleiniger Herrscher des ottonischen Teils der Altmark.
Die brandenburgischen Markgrafen verfügten mittlerweile über so viel Macht, das sie entscheidend in die Politik des Hl. Römischen Reiches eingreifen konnten. Bekannt ist folgende Episode: Der König Rudolf v. Habsburg erklärte nach dem Tod Ottokars von Böhmen Ansprüche auf Österreich, Böhmen und Mähren als heimgefallene Reichslehen. Um das Erbe ihres unmündigen Sohnes Wenzel II. zu sichern, rief Ottokars Witwe Kunuigunde ihren Schwager, den Markgrafen Otto V. von Brandenburg, zu Hilfe. Dies entsprach auch dem letzten Willen ihres versorbenen Mannes, der Otto zum Vormund und zum Verweser des Reiches bestimmte. Otto erschien mit 400 Rittern 1278 in Prag. Von den Bürgern und dem Adel wurde er freundschaftlich begrüßt und die Vormundschaft anerkannt. Ende Oktober ziehen sie gemeinsam dem königlichen Heer bei Kolin entgegen. Der Habsburger scheut die Auseinandersetzung und läßt sich auf Verhandlungen ein. Unerwartet nachgiebig verzichtet er auf ganz Böhmen und die einträgliche Vormundschaft. Zu spät hatten die Böhmen begriffen, das sie den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben haben. Otto herrschte als tyrannischer Landesherr mit grausamer Besatzungsmacht in Böhmen. Die Königin Kunigunde wurde verhaftet, Wenzel nach Brandenburg entführt. Dies nahm König Rudolf zum Anlaß, seine Fühler wieder nach Böhmen auszustrecken. Otto fürchtete, besonders nach den Erfahrungen zwei Jahre zuvor, die königliche Macht nicht sehr. Tatsächlich ließ sich Rudolf wiederum auf Verhandlungen ein. Otto giebt scheinbar nach, in wesentlichen Punkten bleibt er hart. Er verspricht Wenzel nach Prag heimzuholen und Kunigunde eine Rente von 1600 Mark anzuweisen. Als Entschädigung erhält er aber 15000 (nach anderen Quellen 20000) Mark und darf das Regentenamt weiter ausüben. Erst 1283 entläßt er den inzwischen 12-jährigen Wenzel aus der Vormundschaft.  Anmerkung: 1279 wurde durch Vermittlung von Bischöfen die Vereinbarung über dir Vormundschaft von König Rudolf bestätigt, Rudolfs Tochter Hedwig heiratet Otto VI. von Brandenburg, um das Bündnis zu bekräftigen. Ziel beider Fürsten ist also nur, das Machtvakuum, daß durch den Tod Ottokars entstanden war, auszunutzen, um Böhmen auszuplündern. 

Albrecht III.

Der dritte Sohn des Markgrafen Otto III. des Frommen und der Beatrix von Böhmen wurde um 1250 geboren, heiratete 1268 Mathilde von Dänemark, die Tochter König Christoph I., und verstarb am 19.11.1300.
Albrecht tritt in den Jahren 1272 bis 1283/84 als Mitregent in Erscheinung, auf Grund von Streitigkeiten mit seinen Brüdern wird er mit besonderen besitzungen abgefunden, die alle außerhalb der Altmark lagen. Seine beiden Söhne starben schon vor ihm 1299.

Otto VI. der Kleine

Der jüngste Sohn Ottos des Frommen wurde um 1255 geboren. Er heiratete 1279 die Gräfin Hedwig von Habsburg, die Tochter des deutschen Königs Rudolf I. Da diese kinderlos gestorben war, beendete Otto die Mitregierung der Mark und wurde 1286 Tempelherr und danach Mönch im Kloster Lehnin, wo er 1303 verstarb.

Hermann III. der Lange

Sohn des Markgrafen Otto V. der Lange und der Jutta von Henneberg. Er lebte von 1273 bis 1.2.1308. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er 1298 die Regierungsgeschäfte. Er hinterliess einen minderjährigen Prinzen, Johann V. Seine Aktivitäten verlagerte er nach Osten, in die Niederlausitz, nach Mecklenburg und Pommerellen und hatten für die Altmark wenig Bedeutung.

Johann der V. der Erlauchte

Einziger Sohn des Markgrafen Heinrich III. des Langen und der Jutta von Henneberg. Er wurde um 1302 geboren und verstarb schon am 24.3.1317. Auf Grund einer besonderen Verfügung seines Vaters wurde Johann schon mit 13 Jahren mündig und konnte seine Regierungsgeschäfte antreten. Er wurde zum Spielball der Politik  des Markgrafen Waldemar. Mit Johann dem V. starb auch die Salzwedeler (Ottonische) Linie der Brandenburger Markgrafen aus.      Näheres ->

Waldemar

Der jüngste Sohn Markgraf Konrads wurde um 1281 geboren und starb am 14.8.1319 zu Bärwalde. Begraben im Kloster Chorin. 14.5.1309 heiratete er seine Cousine Agnes von Brandenburg, die Tochter des Markgrafen Hermann III. zu Salzwedel. Keine Kinder.
Nahm schon 1302/03 an den Regierungsgeschäften teil. Nach dem Tod des Markgrafen Otto IV. alleiniger Besitz des Johannitischen Teils der Mark Brandenburg. Waldemar soll ein Mann von “imposanter Statur, kriegerisch und mit politischem Weitblick” gewesen sein, allerdings wurde ihm auch eine verschwenderische Hofhaltung nachgesagt, die ihn oft in finanzielle Nöte brachte. Durch rücksichtslosem Gebrauch seiner Macht sowie durch Verkauf von Rechten löste er seine Probleme.  
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Heinrich I. ohne Land

Sohn des Markgrafen Johann I. und dessen 2. Ehefrau Jutta von Sachsen. Geboren 21.3.1256, gest. 14.2.1318. Er verzichtete auf seine Kurrechte, daher ohne besondere Bedeutung.

Heinrich II. der Jüngere

Der Sohn des Markgrafen Heinrich I. ohne Land und der Agnes von Bayern, geb. um 1308, verstarb schon 1320 zu Brandenburg. Damit schließt sich die Reihe der märkischen Askanier. Die Mark Brandenburg und damit auch die Altmark gerieten danach an verschiedene Fürsten, die wenig Interesse an einer positiven Entwicklung des Landes hatten und es nur ausbeuteten. Die instabilen Verhältnisse führten zur Verwahrlosung und einer unzumutbaren Ausbreitung des Raubrittertums, die erst mit dem Auftreten der Hohenzollern 1415 mit harter Hand beendet wurde.

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