Adel
der
Altmark

Die
Wappen

von Tornow

Tornow I

Die v.T., genealogisch und heraldisch hochinteressantes, noch blühendes, Geschlecht leitet Wohlbrück mit großer Wahr- scheinlichkeit aus dem altmärkischen Ort gleichen Namens ab, zumal der erste Träger dieses Namens (Wilhelm v.T. 1233 - 1247 und der Knappe Henning v.T. 1303) im Gebiet der Brandenburgischen Markgrafen auch im Gebiet der Altmark auftreten. Um diese Zeit findet sich das Geschlecht auch in Mecklenburg und im 15. Jahrhundert in Pommern begütert, wo es ziemlich lange gesessen hat. Endlich hat sich anscheinend eine Linie aus Pommern nach Kurland im 16. Jahrhundert abgezweigt. Ein bedeutender Grundbesitz in der Altmark ist zwar nicht nachzuweisen, wohl aber besaß ein Mitglied der Familie gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ein Gut zu Clausdorf in der Neumark und in dem dazugehörigen Kreise Dramburg Reimar v.T. 1682 ein Gut in Zachau. Das Wappen variiert ungenmein. Schild: 1 Sichel

Tornow II

Vom 16. Jahrhundert an zeigen sich indess im Schilde bald 3 gestürzte Wolfseisen, bald 3 Sicheln, bald 3 Anker (letztere bei der Kurlän- dischen Linie.

Schild: R. mit 3 gestürzten w. Wolfseisen, über jedem ein w. Stern. Helm: 3 gr. Reiser mit Knöspchen, Decken: R. und w.

Die Helmzier kommt auch als Reiher- oder Straußenfedern vor

Tornow IV

Ein weitere Variante aus dem Schlichting- schen Wappenbuch:

Schild: R. mit 3 w. Wolfseisen übereinander. Helm: Wachsendes, b. gekleidetes Frauen- bild, in der linken ergobenen Hand eine gr. dreiblättrige Pflanze haltend. Decken: R. und w.