Adel
der
Altmark

Die
Wappen

von Veltheim

Veltheim I

Dieses berühmte niedersächsische Rittergeschlecht stammt aus dem Brauschweigischen und kommt schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrh. in halberstädtischen und hildesheimischen Urkunden vor. Es erlangte im Laufe der Zeit eine ansehnliche Ausbreitung und beträchtlichen Grundbesitz, namentlich auch im 14. Jahrh. im Erzstift Magdeburg und noch gegenwärtig floriert es zum Teil in Gräflicher Linie auf Harbke, Veltheimburg (Alvensleben), Gr. Bartensleben, Kl. Santersleben u.a.m. Auch in der Mark Brandenburg (zu Schönfliess) und in anderen Provinzen ist oder war es begütert. Im Stift Hildesheim besitzt die Familie das Erbschenken-, im Herzogtum Braunschweig seit 1514 das Erbküchenmeisteramt und die gräfliche Linie seit 1840 das Erbmarschallamt des Herzogtums Magdeburg.
Die Träger des Namen Veltheim führten vom 13. – 16. Jahrh. zwei verschiedene Wappen, aber es ist noch nicht festgestellt, ob – im Hinblick auf die beiden Ortschaften gleichen Namens (V. am Fallstein in der Provinz Sachsen und Gr. und Kl. V. im Herzogtum Braunschweig) zwei Geschlechter v. V. unterschiedlichen Stammes existiert haben, obwohl an einer Urkunde des 15. Jahrhunderts die Siegel zweier Brüder beide Wappen zeigen. Das eine der beiden einfachen Stammwappen ist folgendes:
Schild: In G. ein # Balken mit 2 w. Fäden belegt. Helm: 2 wie der Schild gezeichnete und tingierte Büffelhörner. Decken: # und g.

Veltheim II

Das andere Stammwappen deutet auf einen Stammeszusammenhang mit denen v. Sampleben hin:
Schild: W. mit rund abgehauenem r. senkrechtstehendem Baumstamm mit 2 r. Blättern. Helm: Gekr., r. viereckiges Kissen mit g. Quasten, auf einer Ecke stehend. Decken: r. und w.

Veltheim III

Seit einigen Jahrhunderten wird ein aus den beiden vorigen zusammengesetztes Wappen geführt und ist auch jetzt noch allein in Gebrauch: Schild: Quadriert, 1 und 4 Stammwappen I, 2 und 3 Stammwappen II. Helm: Das Kissen zwischen den Büffelhörnern. Decken: Recht # und g, links r und w.

Die Veltheimburg in Alvensleben,
der Ort südöstlich von Haldensleben heißt heute Bebertal